Was dein reaktiver Hund dir wirklich spiegelt

Shownotes

In dieser Folge tauche ich tief in die Spiegelbilder ein, die hinter dem reaktiven Verhalten deines Hundes liegen. Ich zeige dir, wie Kontrollverlust, fehlende Raumverwaltung, Selbstzweifel, Funktionalität, Selbstunterdrückung und erlebte Grenzüberschreitungen nicht nur das Verhalten deines Hundes prägen, sondern auch deinen eigenen inneren Wachstumsweg beeinflussen. Anhand eines berührenden Praxisbeispiels erfährst du, wie echte Veränderung möglich ist, wenn du den Mut hast, dich selbst ehrlich zu reflektieren. Du bekommst Impulse, wie du durch Embodiment und bewusste Selbstführung nicht nur deinen Hund, sondern auch dich selbst in Balance bringst. Lass dich inspirieren und finde heraus, was dein Hund dir wirklich zeigen will!

Mensch durch Hund

Mensch durch Hund

Buchtipp

Der Freund deines Hundes bist du

Embodiment

https://de.wikipedia.org/wiki/Embodiment_(Psychologie)

Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS)

https://www.psychenet.de/de/krankheitsbilder/posttraumatische-belastungsstoerung-ptbs.html

Kontrollverlust

https://www.psychologie-heute.de/gesundheit/43948-kontrollverlust-was-tun-wenn-wir-uns-hilflos-fuehlen.html

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Unbenannt - 28. September 2026

Silke Ritthaler Welche Spiegel liegen hinter einem reaktiven Verhalten eines Hundes und warum helfen sie dir, innerlich zu wachsen? Dieser Frage gehe ich heute in dieser Podcastfolge nach und ich sage Herzlich willkommen zu meiner heutigen Folge meiner Podcastreihe verkörpert Embodiment. Im Spiel von Pferd und Hund und mein Name ist Silke Ritthaler. Aber lass uns nun mal in den Spiegel der Reaktivität eines Hundes schauen. Was will er dir zeigen? Im ersten Schritt möchte ich aber noch mal wirklich von vorne mit dir anfangen. Nämlich da hinschauen. Was bedeutet es eigentlich? Reaktives Verhalten und reaktives Verhalten ist immer eine Reaktion auf Emotionen, die du unbewusst verkörperst. Ich spreche da häufig vom Embodiment für dich. Noch mal zur Erinnerung Embodiment ist einfach die Verkörperung deiner Emotionen. Und während du Emotionen verkörperst, gehst du immer in einen Zustand hinein, der entweder den Sicherheitsmodus verkörpert oder den. Überlebensmodus verkörpert. also ich möchte dich gar nicht so lange auf die Folter spannen, sondern möchte jetzt wirklich im Detail mit dir anfangen, dahin zu schauen, was dein reaktiver Hund alles spiegelt. Natürlich werde ich in dieser Folge nicht alle Spiegelbilder beleuchten können, denn da gibt es eine Unzahl an Spiegelbildern. Aber ich werde so die wichtigsten rausnehmen. Wenn du dir meine letzte Podcastfolge angehört hast, da habe ich ja schon über die emotionale Ambivalenz gesprochen und wie das sich auf deinen Hund auswirkt. Höre da gerne noch mal rein. Und jetzt gehe ich aber mit dir in die nächsten Felder rein. Ein ganz wichtiges Spiegelbild, das das reaktive Verhalten deines Hundes auslösen kann, ist das Kontrollverlust Thema. Wenn ein Mensch unter Kontrollverlustangst leidet, sorgt es einfach dafür, dass der Mensch innerlich und körperlich extrem verspannt ist und in Vermeidungsmuster fällt. Und dann hat das zur Folge, dass der Hund das Gefühl hat, er muss auf seinen Menschen aufpassen, weil was passiert, wenn du in der Kontrollverlustangst dich bewegst. Du bist permanent im Überlebensmodus gefangen. Also, dein Körper schaltet auf. Ich muss überleben. Ich muss funktionieren. Und ich muss irgendwie unter allen Umständen die Kontrolle behalten. Und das hat unterschiedliche Auswirkungen. Meistens ist es, dass der Mensch dann wirklich in Vermeidungsmuster geht, Das heißt, um das reaktive Verhalten des Hundes beispielsweise irgendwie unter Kontrolle zu kriegen, vermeidet man einfach bestimmte Tageszeiten, bestimmte Routen, bestimmte Begegnungen. Ja, aber hier ist wirklich das Entscheidende Was liegt hinter dem Vermeiden Und hinter dem Vermeiden liegt einfach das Kontrollverlust Thema. Spür einfach mal für dich rein, wann es in deinem Leben zu Situationen kam, wo du wirklich das Gefühl hattest, du verlierst jetzt die Kontrolle und dass du seitdem versuchst, unter allen Umständen die Kontrolle zu behalten. Das ist etwas, was, wie gesagt, dazu führt, dass du eine Führung an den Tag legst, wo du schlussendlich die Führung an deinen Hund unbewußterweise abgibst. Und wie äußert sich das bei deinem Hund? Ich hatte ja schon gesagt, dein Hund muss auf dich aufpassen und das macht er meistens darüber, dass er versucht, alles von dir fern zu halten, dass er ein übermäßiges Schnüffelverhalten an den Tag legt, weil er einfach rauskriegen will, was dich da so verunsichert und wo du das Gefühl hast, dass dir das die Kontrolle raubt. Oder es ist einfach, dass er wie ein Bekloppter an der Leine zieht. Gehen wir ins nächste Spiegelbild rein. Ich möchte da gar nicht immer so viel drumherum reden, weil das nächste Spiegelbild ist auch ein sehr, sehr häufiges Spielthema, was reaktive Hunde und gerade auch ängstliche Hunde zeigen, das ist die fehlende Raumverwaltung und Raumverwaltung. Wird ja im Hundetraining so betitelt. Du verwaltest die Räume, du bestimmst, wo der Hund sich zu bewegen hat und wo nicht. Aber hier geht es um eine ganz andere Raumverwaltung, nämlich um deine eigene Raumverwaltung. Und wenn du selber keinen eigenen Wohlfühlraum für dich beanspruchst und für dich auch keinen eigenen Wohlfühlraum definiert hast und auch vor allen Dingen diesen Wohlfühlraum für dich hältst, dann wird dein Hund das für dich übernehmen und dafür Sorge tragen, dass er deinen Wohlfühlraum hält. Denn der Wohlfühlraum ist das, was wir einfach brauchen, um Kraft zu tanken, um fit zu bleiben, um ja auch eine Struktur für uns zu haben, die sich für uns einfach stimmig anfühlt. Mit dem Wohlfühlraum definieren wir einfach, welche Menschen uns gut tun, welche Menschen uns nicht gut tun, wann wir unsere Me-Time brauchen, wann wir für andere da sind, wann wir uns bewusst einfach auch mal zurücknehmen, wann wir unserem Hobby nachgehen, unseren Interessen nachgehen. Also der Wohlfühlraum ist einfach der Raum der eigenen Bedürfnisse. Und wenn die eigenen Bedürfnisse einfach nicht gelebt werden, dann muss der Hund einfach dafür Sorge tragen, dass es irgendwie möglich wird, dass dieser Wohlfühlraum geschaffen wird. Und tatsächlich ist es so Wenn du keine gute Raumverwaltung hast, gelingt es dir auch nicht, die Räume für deinen Hund gut zu verwalten und ihm zu sagen wo kann er sich bewegen, wo hat er Bewegungsfreiraum, wo hat er Handlungsfreiraum, wo hat er Entscheidungsfreiraum, wo hat er einen Spielraum? Ja, also das sind alles auch Räume, die dann mit verwaltet werden sollten. Und wenn das nicht der Fall ist, übernimmt der Hund einfach. Der Hund übernimmt dann die Führung und der Hund sorgt dann halt einfach dafür, dass nach seinem Gutdünken die anderen Teilnehmer, seien es andere Hunde, seien es andere Menschen, seien es Kinder wie auch immer das die dann gemanagt werden vom Hund aus. Und wenn der Hund sich überfordert fühlt, wird das auch eher ein aggressives oder ein sehr, sehr ängstliches Verhalten sein. Und das hat dann wiederum zur Folge, dass dein Hund einfach sein reaktives Verhalten nicht ablegen kann. Wenn wir da mal weitergehen in das nächste Spiegelbild, weil auch das ist ein sehr, sehr häufiges Spiegelbild. Das sind die Selbstzweifel, gerade dann, wenn es dir passiert, dass du dich permanent in Frage stellst, bist du einfach zögerlich in deinen Entscheidungen. Und für einen Hund ist es aber wichtig, dass du in bestimmten Situationen sofort eine Entscheidung setzt und hältst. Und wenn die Entscheidung von dir nicht prompt zur Verfügung steht für deinen Hund, dann entscheidet er einfach, was jetzt richtig ist. Und auch hier ist es, dass es ihn überfordern kann. Ein Hund braucht einfach Orientierung und wenn er die nicht hat, weil du dich selbst in Frage stellst, wirst du ganz schnell erleben, dass dein Hund dich in Frage stellt. Weil das ist ein Naturgesetz, was in der Natur einfach herrscht unter den Tieren. Wer sich in Frage stellt, der wird in Frage gestellt und danach wird entschieden, ob du als Führungskraft des Rudels anerkannt wirst oder nicht. In dem Moment, wenn du dich zu sehr in Frage stellst, kann es auch passieren, dass du wieder in Vermeidungsmuster fällst, weil dann eine Kontrollverlustangst auch mit begleitend einhergeht. Es kann aber auch sein, dass der Hund dann einfach Entscheidungsträger wird und dann auch du dich dem Hund zu unterstellen hast, dass er das von dir einfordert. Also in dem Fall spür einfach mal für dich rein, inwieweit du in die in dir ruhst und auch wirklich weißt, dass du dir vertrauen kannst. Wenn wir mal weiter reinschauen in das nächste Spiegelbild. Das ist glaube ich mit das überhaupt wichtigste Spiegelbild und das allerallerallerhäufigste Spiegelbild. Das ist die Funktionalität. Unsere heutige Lebensweise fordert von uns eine enorme Funktionalität ab. Gerade diese Geschwindigkeit, der wir heute am Tag standhalten müssen, wie wir der Gesellschaft entgegentreten müssen, wie wir auch unseren Alltag meistern müssen, da fallen wir häufig in einen Zustand rein, wo wir nur noch am Funktionieren sind. Das Blöde ist aber wenn wir am Funktionieren sind, befinden wir uns gedanklich immer in einer anderen Zeitzone oder immer bei anderen Menschen an anderen Plätzen. Also wir sind niemals im Hier und Jetzt und schon gar nicht ruhen wir in uns selbst. Und das hat zur Folge, dass wir dem Hund gegenüber keine Präsenz zeigen. Das heißt, uns fehlt die Präsenz im Hier und Jetzt, weil unser Geist einfach im Nachher ist. Morgen ist, in der nächsten Woche ist oder vielleicht auch schon im nächsten Monat ist. Oder auch umgekehrt, dass der Geist noch im Vorhin steckt, im Gestern steckt, in der letzten Woche steckt oder im letzten Monat steckt. Ich denke, du verstehst, was ich damit meine. Für den Hund ist es extrem wichtig, dass es dir gelingt, deine Funktionalität aufzugeben und dass du so in deine Präsenz im Hier und Jetzt findest. Denn an deiner Präsenz orientiert sich dein Hund. Die Brauche einfach von dir. Und wenn er nämlich keine Orientierung anhand einer Präsenz bekommt, passiert Folgendes. Er ist einsam, er ist verloren und ist entsprechend gestresst. Und das zeigt sich dann auch in seinem Verhalten, das er eben sehr, sehr reaktiv ist oder sehr sehr ängstlich ist, bis hin, dass er panisch reagiert, weil er einfach nicht weiß, wie er entscheiden soll, was er tun soll. Die Funktionalität ist etwas, das ist auch gar nicht so leicht abzustellen. Da arbeite ich auch immer am stärksten mit meinen Mentor ingteilnehmern dran, dass sie es schaffen, rauszukommen aus der Funktionalität und damit rauszukommen, aus dem Stress und im Hier und Jetzt den Tag zu beginnen und auch zu gestalten. Auch da fühl mal rein, wie oft du denkst, ich bin nur noch am Funktionieren. Ich Ich habe hier überhaupt keine Zeit mehr für mich. Überhaupt keinen Raum mehr für mich, weil dann kommen wir auch schon wieder in die fehlende Raumverwaltung. Und das hat aber auch zur Folge, dass du auch in der Funktionalität wie auch den anderen Spiegelbildern immer wieder im Überlebensmodus landest und damit in einem Zustand landest, wo du deinem Hund einfach keine Sicherheit gibst. Weil deine Körpersprache eher darauf ausgerichtet ist Es ist Gefahr im Verzug. Ich muss handeln, ich muss flüchten, ich muss mich verteidigen. Also eins von dem drückst du körpersprachlich einfach immer aus. Und dann ist der Hund natürlich immer on fire und versucht dann irgendwie auch so seinen Platz an deiner Seite trotz alledem zu finden. Vielleicht ahnst du es jetzt schon. Ein weiteres wichtiges Spiegelbild ist die Selbstunterdrückung, die häufig auch mit den Selbstzweifeln und der fehlenden Raumverwaltung einhergeht. Gerade dann, wenn du nie aussprichst, was dich beschäftigt oder was du fühlst, macht dein Hund das einfach für dich. Frisst du alles in dich hinein, versucht dein Hund dies für dich zu kompensieren und das auch auszugleichen. Das macht er meist sehr lautstark. Ich habe schon oft mit Kunden arbeiten dürfen, die es lernen mussten, im Laufe ihres Lebens sich selbst zu unterdrücken, weil sie für ihr Umfeld zu viel waren. Weil sie aber auch nicht ernst genommen wurden, weil sie nicht gehört wurden, weil sie vielleicht auch in einem narzisstischen Umfeld sich bewegen mussten, groß geworden sind oder auch in einem narzisstischen Umfeld gerade sind. Und immer dann, wenn du niemals den Raum hast, dich auszudrücken, deinen Bedürfnissen Ausdruck zu verleihen, wenn du niemals aussprechen willst oder kannst, was dich bewegt. Damit sprichst du auch deine Grenzen nicht an, du sprichst deine Räume nicht an, immer dann gehst du in den Zustand der Selbstunterdrückung. Und wenn du im Zustand der Selbstunterdrückung bist, Dann sorgt das dafür, dass dein Hund das für dich erledigt, damit du wieder Platz zum Leben kriegst, Raum zum Leben bekommst, weil die Selbstunterdrückung ist mit die stärkste Form der fehlende Raum Verwaltung. Und deshalb ist es hier so wichtig, dass du da einfach mal hinguckst. Inwieweit passiert es dir, dass du dich selbst immer wieder für das Wohlgefühl der anderen zurücknimmst und für dich einfach keinen Raum zum Leben und zur Freude bleibt? Und das führt mich schon zu erlebten und verdrängten Grenzüberschreitung. Dann, gerade dann, wenn du dich selbst unterdrückst oder unterdrücken musst werden natürlich deine Grenzen verletzt, sie werden überschritten und dein Hund wird einfach versuchen, diese für dich zu verteidigen, weil das ist seine Loyalität dir gegenüber. Er will dich beschützen, wenn er sieht, dass es dir nicht so gut gelingt, Grenzen zu setzen und zu halten. Und auch da fühl bitte in dich hinein. Wie oft passiert es dir, dass jemand deine Grenze überschreitet und du nimmst es stillschweigend hin? Wie oft passiert es dir, dass du deine eigenen Grenzen immer wieder überschreitest, weil du glaubst, dass das so gemacht werden muss, damit du eine Daseinsberechtigung hast? Wie oft passiert es dir, dass du vielleicht auch selber die Grenzen anderer Menschen überschreitest, damit du wenigstens mal im Ansatz ein bisschen Raum für dich bekommst? Das ist alles sehr wohlwollend gemeint und es ist aber wichtig, dass du dahin schaust und dass du darein fühlst. Denn gerade wenn du einen ängstlichen oder eben hochgradig reaktiven Hund hast, sind das die sechs wichtigsten Spiegelbilder, die sich immer wieder zeigen, wenn die Reaktivität oder das Angstverhalten eines Hundes einfach nicht aufhören will. Dann macht es wirklich Sinn, mal dahin zu gucken, Inwieweit hast du ein Gefühl des Kontrollverlustes? Inwieweit achtest du nicht gut darauf, dass du deinen eigenen Wohlfühlraum setzt und hältst? Inwieweit passiert es dir, dass du dich permanent in Frage stellst? Inwieweit hast du nur das Gefühl zu funktionieren? Inwieweit passiert es dir, dass du dich immer wieder zurücknimmst zugunsten anderer? Unabhängig davon, ob es dir damit gut geht oder nicht? Und inwieweit passiert es dir, dass du deine eigenen Grenzen überschreitest oder überschreiten lässt? Gerade bei den Grenzüberschreitungen dürfen wir da auch Grenzüberschreitungen schauen, die schon weit in der Vergangenheit zurückliegen, aber noch nicht aufgearbeitet wurden. Weil auch die Sorgen dafür, dass du immer noch wieder in den Zustand des Überlebensmodus dich hinein bewegst und damit auch ein Flucht und Abwehrmechanismus verkörperst, der wiederum dazu führt, dass du deinem Hund zeigst Die Welt ist für dich nicht in Ordnung. Und er versucht dann für dich deine Umwelt zu korrigieren, auszubalancieren, für dich einen Wohlfühlraum zu schaffen, einen Sicherheitsraum zu schaffen, damit du dich wieder regenerieren und entspannen kannst. Im Großen und Ganzen kann man wirklich sagen, dass ein reaktives Verhalten eines Hundes durchaus ein loyales Verhalten seinem Menschen gegenüber ist. Und hier geht es einfach darum, dass du dich traust, auch mal hinzuschauen. Was will dir dein Hund mit seinem Verhalten spiegeln? Vielleicht konnte ich dir schon mit den sechs Spiegelbildern, die ich hier benannt habe, einen kleinen Einblick geben. Vielleicht erkennst du dich an der einen oder anderen Stelle schon wieder. Natürlich gibt es aber auch noch sehr, sehr viel mehr Spiegelbilder, die man zahlenmäßig gar nicht so festmachen kann. Es gibt generalisierte Spiegelbilder also, die man wirklich generalisieren kann. Generalisieren. Damit meine ich, dass es auf sehr, sehr viele Hundehalter mit reaktiven oder ängstlichen Hunden zutrifft. Es gibt aber auch Spiegelbilder, die sehr individuell sind, die auch wirklich der Persönlichkeit, also auch durch die Persönlichkeit des Hundes ausgedrückt werden, die ich so gar nicht im Detail benennen kann. Aber ich möchte dir gern noch von einem Fallbeispiel erzählen, von einer Frau, mit der ich gerade arbeite, wo wir genau diese sechs Themen komplett zusammen haben, bis hin, dass bei dieser Frau es tatsächlich auch ist, dass sie eine posttraumatische Belastungsstörung in sich trägt, von der sie gar nicht wusste, dass sie die hat, als sie zu mir gekommen ist. Sie hat einen ganz sensiblen Hund. War der Hund so reaktiv, dass ihr eigentlich geraten wurde, dass der Hund ein Dauerträger werden sollte, was Maulkorb angeht. Also dass der sich den ganzen Tag und auch nachts über immer nur mit Maulkorb bewegen darf und wenn ihm der Maulkorb abgenommen wird, dann am besten wegsperren zum Futtern, dass er keinem etwas tun kann. Das war für meine Kunden natürlich sehr, sehr schwierig auszuhalten. Bis hin, dass sie gesagt hat, das kann einfach nicht der Weg sein und sie wollte da doch andere Wege finden. Und so kam es dann, dass sie mich gefunden hat und wir auch daran gearbeitet haben, was sie eigentlich verkörpert. Erschwerend kommt natürlich noch hinzu, dass sie Rollstuhlfahrerin ist und als Rollstuhlfahrerin ist sie schon eingeschränkt in ihrer körpersprachlichen Kommunikation. Und da durften wir erstmal dran arbeiten. Aber was habe ich immer gemacht? Ich habe immer dahin geschaut, was bewegt sie gerade und gerade weil sie eben auch eine posttraumatische Belastungsstörung hat. Durch eine doch hochgradig traumatisierende Kindheit waren natürlich die Themen Kontrollverlust, fehlende Raumverwaltung, Selbstzweifel, Funktionalität, Selbstunterdrückung und erlebte und verdrängte Grenzüberschreitung bei ihr hoch im Kurs. Und ich habe mit ihr dann tatsächlich daran gearbeitet, dass sie mal weggeht, davon, permanent ihren Hund einzuregulieren, dass der Druck von dem Hund runter genommen wird und auch der Druck von von sich selbst runter genommen wird. Und dass wir dann daran gearbeitet haben, dass sie es lernt, Kontrolle durch Vertrauen zu gewinnen, nämlich durch Selbstvertrauen. Damit haben wir die Selbstzweifel auflösen können, dass sie ein Gefühl dafür entwickelt. Was ist denn eigentlich ihr Wohlfühlraum und wie kann sie den setzen und halten? Da hat sie von mir die Unterstützung bekommen und dass sie auch aufgehört hat, sich selbst zu unterdrücken und angefangen hat, auszudrücken, was sie bewegt, was sie beschäftigt und was sie auch vom Umfeld braucht, damit sie sich wohlfühlen kann. Und das hat zur Folge, dass tatsächlich ihr Hund jetzt nach einigen Monaten, also wir arbeiten jetzt insgesamt seit sechs Monaten zusammen eine totale Verhaltenswandlung durchmacht. Von dem reaktiven Verhalten ist fast gar nichts mehr zu sehen. Also die beiden sind richtig gut zusammengewachsen. Sie schafft es wirklich in allen Situationen die Kontrolle zu behalten, die Entscheidungsträgerin zu bleiben und nicht mehr in einem wilden Aktionismus zu verfallen oder auch die Panik zu kriegen. Oh, da hinten kommen andere Hunde. Was soll ich jetzt tun? Mein Hund flippt doch dabei aus. Sondern sie bleibt im Vertrauen. Sagt zu ihrem Hund ganz klar Hey, da kommt ein anderer Hund, der ist zu groß für uns beide. Komm bitte auf meinen Schoß und wir fahren einfach daran vorbei. Und das klappt wunderbar. Und seitdem hat sie auch richtig Freude daran, mit ihrem Hund wieder Gassi zu gehen. Und ihr gelingt es immer besser, das Selbstvertrauen zu halten, ihre Entscheidungen zu halten, aufzuhören, sich infrage zu stellen und damit auch klare Grenzen zu setzen. Und nur weil wir daran gearbeitet haben, dass sie diese sechs Spiegelbilder für sich wahrnimmt, beobachtet und daran wächst, konnte ich sie darin unterstützen, dass ihr Hund tatsächlich deutlich ruhiger geworden ist, weil wir ihm die Aufgabe und die Last von den Schultern genommen haben oder seinen Menschen weiter zu spiegeln. Das war viel für diese Folge, aber ich hoffe, dass du hier das eine oder andere Aha Moment für dich hattest. Und ich freue mich, wenn du das nächste Mal wieder dabei bist. Bei meinem Podcast Verkörpert Embodiment im Spiegel vom Pferd und Hund und ich sage bis dahin alles Liebe deine Silke.

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